Umweltfreundliche Gewohnheiten im Alltag

Viele Menschen denken bei dem Wort „Umweltschutz“ nur an große, staatliche Maßnahmen zum Erhalt der Natur. Während ich diese natürlich befürworte, finde ich es wichtig, daran zu erinnern, dass jeder etwas dazu beitragen kann und auch sollte.
Die gefühlte Überforderung dabei, als einzelne Person dem globalen Phänomen der Umweltverschmutzung etwas entgegenzusetzen, veranlasst leider viele Menschen dazu, sich nicht selbst am Erhalt der Umwelt zu beteiligen.

Deshalb möchte ich hier eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten am Laufen halten, die wirklich jeder berücksichtigen kann, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Ganz wichtig ist bei allen diesen Vorschlägen folgende Faustregel:

Versuche, den Umweltschutz einen entscheidenden Faktor in deinen alltäglichen Entscheidungen werden zu lassen – mit der Zeit wird dieses Umdenken zur Routine, und dir werden immer mehr Wege einfallen, deinen Lebensstil etwas umweltschonender zu gestalten!

Erdöl wird eine immer knappere Ressource und Plastikmüll ein immer größeres Problem.
Deshalb gilt:

  • Plastiktüten wiederverwenden (auch bei eher unkonventionellen Gelegenheiten, z.B. die Tüten zum Einpacken von Obst und Gemüse in Supermärkten aufheben statt jedes Mal neue zu verwenden) und möglichst ganz auf sie verzichten
  • Bei der Wahl zwischen zwei Produkten mit unterschiedlicher Verpackung für die plastikfreie entscheiden
  • Alternativen finden für Produkte, die ‚traditionell‘ aus Plastik sind: Strohhalme und Brotboxen aus Metall statt Tupperware, klassische Stahlrasiermesser statt Plastikrasierer, Bambuszahnbürsten anstelle der „normalen“ oder Glas- statt Plastikflaschen, um nur einige Beispiele für leicht ersetzbare Plastikgegenstände zu nennen

Fakt ist, dass wir zu viel wegschmeißen ohne darüber nachzudenken.
Versuche stattdessen,

  • weniger Einweggegenstände zu benutzen – bringe z.B. deinen eigenen Thermosbecher von zuhause mit, statt dir bei Starbucks und Co. jedes Mal einen neuen Pappbecher geben zu lassen, der sowieso im Müll landet.
    Werde wieder altmodisch und verwende Stoff- statt Papierservietten und Taschentücher, um deine Müllproduktion zu verringern!
  • leere Glas- und Plastikverpackungen auszuwaschen und als Aufbewahrungsbehälter für Lebensmittel etc. wiederzuverwenden
  • nicht mehr benutzte Klamotten/Elektronik/Haushaltsgegenstände verschenken, verleihen, in Second-Hand Läden abgeben oder im Internet/auf Flohmärkten verkaufen, statt sie im Müll oder unseriösen Altkleidercontainern zu entsorgen
  • dich schon im Voraus um die Organisation zu kümmern, wenn Umzüge oder andere Anlässe anstehen, bei denen viel aussortiert wird, damit nicht alles davon im Müll landet

Egal, was man von Veganismus halten mag, es ist nicht zu bestreiten, dass eine solche Ernährung extrem umweltschonend ist.
Selbst wenn man nur die Treibhausgas-Emissionen betrachtet, sieht man einen deutlichen Vorteil in veganer Ernährung gegenüber omnivorischer.
Die Umstellung von einer fleischlastigen (>100g/Tag) Ernährung auf eine vegane reduziert den jährlichen CO2-Ausstoß einer Person um bis zu 1,6 Tonnen, und auch der durchschnittliche Fleischkonsument verursacht doppelt soviel Treibhausgas-Emissionen wie ein Veganer. Veganismus wird nicht umsonst vielfach als der einfachste und effektivste Weg bezeichnet, als einzelne Person die Belastung für die Umwelt zu verringern.

Scheinbar fehl am Platz, doch: die meisten Menschen waschen ihre Kleidung zu warm, und das meiste warme Wasser wird für Waschgänge verschwendet.
40° reichen für normale Straßenklamotten völlig aus.
Außerdem hilft es natürlich auch, sich für möglichst umweltschonende Waschmittel zu entscheiden.

Weniger Autofahren als Vorschlag auf einer Liste für den Umweltschutz – wer hätte das gedacht?
Jeder weiß, dass es schädlich ist, doch trotzdem erlebe ich häufig, das Routen schlecht geplant werden, da einfach nicht daran gedacht wird, wie schädlich Umwege oder doppeltes Fahren sind. An Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird meist gar nicht erst gedacht.

Ein weiterer Punkt, der hier zu berücksichtigen ist: die Wege, auf denen meine gekauften Produkte zu mir kommen. Um diese zu verringern, gilt:

  • lokal angebaute Lebensmittel kaufen, wenn möglich direkt vom Bauernhof/Dorfladen
  • in Geschäften kaufen oder über diese bestellen lassen, statt sich jeden Artikel einzeln im Internet zu bestellen und an die Haustür liefern zu lassen